Der Kultur Spiegel Odenthal e.V. lädt am 3. Oktober 11 bis 17 Uhr gemeinsam mit starken Partnern zu einem besonderen Dorffest rund um die Kirche St. Engelbert ein.
Erntedank – das klingt für viele zunächst nach Kirche, Körben mit Obst und Gemüse und einer Tradition, die vor allem auf dem Land zu Hause ist. In Voiswinkel soll daraus ein lebendiges Dorffest werden, das zeigt, wie eng Landwirtschaft, Ernährung, Natur, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Kultur miteinander verbunden sind.
Entstanden ist die Veranstaltung in enger Zusammenarbeit mit der Kath. Kirche und Kindertagesstätte St. Engelbert sowie dem Ernährungsrat Bergisches Land e.V.. Gemeinsam möchten die Partner einen Ort schaffen, an dem Menschen nicht nur feiern, sondern auch entdecken, ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen können.
Erntedank zum Anfassen
Wie das ganz praktisch aussehen kann, zeigt sich auf dem Fest an vielen Stellen. Mit einer Apfelpresse wird aus der Frucht frischer Saft. Aus Zuschauen wird Mitmachen.
Ähnlich spielerisch geht es beim Thema Landwirtschaft zu. Kinder können selbst ausprobieren, wie das Melken funktioniert. Maiskolben, Kürbisse, Stroh und Heu bringen ein Stück Landwirtschaft mitten in den Ort und machen sichtbar, was Erntedank ursprünglich bedeutet: Wertschätzung für das, was wächst und von Menschen erzeugt wird.
Die Rollende Waldschule bringt Wald und Umwelt direkt auf den Festplatz, ein Barfußpfad lädt zum Ausprobieren ein und Themen wie Biodiversität und Artenvielfalt zeigen, dass der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umgebung heute genauso zu Erntedank gehört wie der klassische Erntekorb.
Projekte zu einem klimaresilienten Odenthal, Solarenergie, naturnahen Lebensräumen und umweltfreundlicher Mobilität schlagen die Brücke vom traditionellen Erntedankgedanken zu den Fragen von heute.
Wertschätzen statt wegwerfen
Ein weiterer Schwerpunkt des Festes liegt auf Lebensmitteln und ihrem Wert. Der Ernährungsrat Bergisches Land bringt dabei seine Erfahrung und seine Perspektive auf regionale Ernährung ein. Auch das Thema Lebensmittelrettung spielt eine Rolle. Denn zu danken für Lebensmittel bedeutet eben auch, verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen und Verschwendung zu vermeiden.
Ein Fest für Familien
Besonders Familien sollen viel entdecken können. Dabei geht es bewusst darum, Kinder einzubeziehen: neben Apfelpresse und Melken warten Kinderschminken, Spiele und Bastelangebote auf die jüngeren Besucher. Ein Tipi sorgt für Abenteuergefühl, Smoothies bringen frische Farbe ins Glas und auch Bücher, neue Medien und eine Samenausleihe gehören zum Angebot. Um 15 Uhr startet dann die Planwagenfahrt – passend zu einem Fest, das Landwirtschaft und Dorfleben miteinander verbindet.
Handgemacht statt beliebig
Auch der kleine Markt fügt sich in diesen Gedanken ein. Statt Massenware stehen dort handgemachte und kreative Dinge im Mittelpunkt. Keramik, Schmuck, Marmeladen, Kräuterprodukte, Seifen, Strickwaren, Selbstgenähtes und weitere kleine Besonderheiten zeigen, wie viel Kreativität und handwerkliche Arbeit in Dingen stecken kann, die nicht vom Fließband kommen.
Gottesdienst und ein gemeinsamer Abschluss
Um 12.30 Uhr findet in der Kirche St. Engelbert ein Wortgottesdienst statt und bringt die ursprüngliche Bedeutung von Erntedank noch einmal ganz bewusst in den Mittelpunkt. Am späten Nachmittag wartet schließlich ein besonderer Abschluss: Gegen 17 Uhr übernimmt der Chor CANTAMUS und soll noch einmal alle Besucher zusammenbringen.



















































































