Die Anfänge...

Schon vor vielen Jahren hatten Mitglieder unserer beiden Kirchengemeinden in Schildgen – die evangelische Andreas-Gemeinde und die katholische Herz-Jesu-Gemeinde – die Vision eines ökumenischen Begegnungs-Cafés.

Zum Jubiläumsjahr anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Herz Jesu Kirche 2009 griffen Susanne Schubmehl und Jasmine Krämer diese Idee mit dem seitdem – bis zur Eröffnung unseres H&Ä-Cafés – regelmäßig stattfindenden „Marktcafé“ auf. Jeden Freitag wurden vor der Herz Jesu Kirche Tische und Stühle aufgebaut (bei schlechtem Wetter im Pfarrsaal), es wurde Kaffee aus fairem Handel ausgeschenkt, die örtlichen Bäcker spendeten Kuchen und jeder, der vorbeikam, war eingeladen sich dazuzusetzen. Das Marktcafé erfreute sich großer Beliebtheit. Es fand zunächst in den Sommermonaten zwischen Oster- und Herbstferien statt. Später war die „Nachfrage“ jedoch so groß, dass das „Marktcafé“ auf vielfachen Wunsch durchgehend freitags geöffnet hatte. Mittlerweile machten viele und engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus unserem Stadtteil das „Marktcafé“ möglich.

Die Vision, dem „Marktcafé“ zu einer „soliden Grundlage“ zu verhelfen und es zu einer regelmäßigen Einrichtung der Begegnung für „Jung und Alt“ von montags bis freitags in eigenen Räumlichkeiten zu machen, blieb immer aktuell.

Im Jahr 2012 kam es  auf Veranlassung eines kleinen Freundeskreises aus der kath. Herz Jesu Gemeinde und der ev. Andreasgemeinde zu einem ersten Treffen, die ursprüngliche Vision eines ‚richtigen‘ ökumenischen Begegnungscafés in die Tat umzusetzen. In regelmäßigen Zusammenkünften wurde die Idee weitergesponnen und allmählich konkreter. Am 1. August 2013 war es schließlich so weit: 13 Mitglieder unseres kleinen Projekt-Teams gründeten den Verein „Himmel un Ääd“ als gemeinnützigen Trägerverein für das ökumenische H&Ä-Begegnungscafé. Die Eintragung im Vereinsregister liegt seit Ende 2013 vor (Amtsgericht Köln, VR 17881); ebenfalls die vom Finanzamt Bergisch Gladbach anerkannte Gemeinnützigkeit. So sind sowohl die Mitgliedsbeiträge als auch Spenden steuerlich absetzbar.

Mit unseren Basiserfahrungen aus dem „Marktcafé“ ging es nun daran, für die in unserem Stadtteil lebenden Menschen in zentraler Lage einen eigenen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem sich von montags bis samstags Menschen verschiedener Konfession, Herkunft, Lebensentwürfe, Anschauungen und Meinungen und unterschiedlichen Alters in offener und freundlicher Atmosphäre begegnen und austauschen können. Der Ort sollte Ausdruck unserer Gemeinschaft „im Dorf“ werden und alle hier lebenden Menschen ansprechen.

Am 6. Juli 2013 gingen wir auf dem Dorffest erstmals an die Öffentlichkeit und stellten unser Projekt vor. Das Schildgener Reisebüro organisierte eine Tombola, deren Erlös einen ersten kleinen Grundstock für unser “Himmel-un-Ääd-Projekt“ legte.

Am Vorabend des Pfarrfestes am 28. September 2013 fand mit Let’s dance ein Tanzabend zugunsten von „Himmel un Ääd“ statt. Am darauffolgenden Tag gab es auf dem Pfarrfest einen H&Ä-Infostand. Hier konnte man sich umfassend über den Verein und das Projekt informieren und sich für eine Mitgliedschaft eintragen.

Am 20. November nach dem ökumenischen Gottesdienst zum Buß- und Bettag hatte der Himmel un Ääd e.V. alle an unserem Begegnungs-Café Interessierten zu einem Infoabend bei einem zünftigen Himmel un Ääd-Essen in den evangelischen Gemeindesaal eingeladen. Wir freuten uns riesig über die mehr als 60 an unserem Projekt interessierten Besucher.

Am 6. Januar 2014 hatten wir auf dem Dreikönigsempfang der kath. Pfarreiengemeinschaft Bergisch Gladbach-West Gelegenheit, „Himmel un Ääd“ und unsere Vorstellungen und Ziele zu präsentieren und vielen Interessierten in weitergehenden Einzelgesprächen zu erläutern.

Die „kfd-Karnevalssitzung“ der katholischen Frauengemeinschaft Schildgen am 24.2.2014 erfolgte zu Gunsten von „Himmel un Ääd“.
„… weil wir die Idee klasse finden und mit anschieben und unterstützen wollen. Bereits seit langer Zeit sind viele kfd-Frauen ehrenamtlich im „Marktcafé“ engagiert, das ja seine Fortführung und Erweiterung im „Himmel un Ääd“ finden soll.“

Aus dem Archiv

Ein neuer Treff in Schildgen?
Ja, ein Ort der Begegnung, und zwar ein ganz besonderer mit dem Namen “Himmel un Ääd“. Unter diesem Motto wollen wir Himmlisches und Irdisches, Leib und Seele verbinden.

Kirche, die nah bei den Menschen ist, überwindet den Graben, der sich zwischen ihr und dem Lebensstil der Menschen aufgetan hat. Sie ist lebensnah, lebendig, zugewandt und herzlich. Wie können wir als Kirchen – neben der konventionellen Arbeit – Menschen in ihrer vertrauten Kultur neue Begegnungsräume eröffnen?
Als gemeinsame Kirche „am anderen Ort“!
In den letzten Jahren sind vielerorts christliche Cafés und Begegnungsmöglichkeiten – häufig in ökumenischer Trägerschaft – entstanden aus dem Gedanken heraus, dass zahlreiche Menschen den Zugang zu ihrer Kirche verloren haben, aber dennoch eine Sehnsucht besteht, ins Gespräch zu kommen ohne besonderen Erwartungen zu entsprechen.

In der Hektik unserer Zeit ist es wohltuend, Orte zu haben, an denen man sich offen und in Gastfreundschaft angenommen und wohl fühlt, und wo in einer entspannten Atmosphäre Begegnungen und geselliges Miteinander möglich werden.
Schildgen braucht solch einen „anderen Ort“, an dem sich Menschen verschiedener Konfession, Herkunft, Lebensentwürfe, Anschauungen und Meinungen und unterschiedlichen Alters begegnen und austauschen können.

>> Unsere Ziele aus dem Gründungsjahr zum Download

„Himmel un Ääd“ soll Ausdruck der Gemeinschaft „im Dorf“ sein und alle hier lebenden Menschen ansprechen, als ökumenisches Angebot, das sich lebensnah, lebendig und offen – auch über „ökumenisch hinaus“ – versteht; bürgerschaftlich organisiert und getragen in christlich ökumenischem Verständnis.
Das Miteinander und die Kommunikation der Menschen und der Generationen untereinander in unserem Stadtteil soll gefördert werden. Dabei stehen Offenheit und Gastfreundschaft im Vordergrund.
Wir wollen nahe bei den Menschen sein, ein offenes Ohr haben für ihre Sorgen und Nöte, miteinander reden und lachen, Gedanken und Informationen austauschen, Hilfsangebote da wo erforderlich vermitteln und nebenbei auch fair gehandelten Kaffee oder Tee genießen bei einem leckeren Frühstück oder Stück Kuchen.

Die Idee eines solchen Ortes der Begegnung in Schildgen wurde schon vor vielen Jahren geboren.

Zwei Gesprächs-Impressionen von unserer Gründungsversammlung am 1. August 2013 zum Download als Video:

>> Gespräch zwischen Antje Rinecker und Udo Walter

>> Gespräch zwischen Kaplan Thomas Müller und Pfarrer Hermann Kotthaus

Wir planen einen für alle offenen Ort der Begegnung und der Gastfreundschaft, an dem jeder willkommen ist: Ältere und Jüngere, Familien und Alleinstehende, Alteingesessene und Neuzugezogene,  Ortsansässige und Fremde, Menschen unterschiedlicher Anschauung und Meinungen. All diese Menschen sollen die Gelegenheit haben, sich in einer offenen und freundlichen Atmosphäre zu begegnen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Wir laden ein zum Mit-Machen, Mit-Denken, Mit-Leben und Mit-Teilen, zum Einbringen von Erfahrungen, Erlebnissen und Erinnerungen sowie von Gaben und Kompetenzen.

Auch ein Stück Dorfkultur soll im „Himmel un Ääd“ gelebt werden: durch Vorträge, musikalische Beiträge, Ausstellungen von Bildern, Fotografien oder was auch immer.
Für Pilger auf dem Jakobsweg kann es nützliche Informationen geben. Sie sollen hier ausruhen, Gesprächspartner finden und von ihren Erfahrungen berichten können.

Aber auch Menschen, die nicht den Wunsch oder die Absicht verspüren, mit anderen ins Gespräch zu kommen, sollen sich ebenfalls angenommen und willkommen fühlen.

  • Einladend und gastlich
  • Offen und ungezwungen
  • Für jedermann / jede Frau, für Groß und Klein
  • Informativ und vernetzend
  • Für Gespräche und Austausch
  • Offener Treff für alle, die Begegnung und Austausch in gastfreundlicher Atmosphäre suchen
  • Möglichkeiten, sich einzubringen mit eigenen Fähigkeiten und Erwartungen
  • Vernetzung im Stadtteil
  • Eine-Welt-Informationen und –Produkte
  • Offenes Ohr bei Problemen des Alltags
  • Vermittlung von Hilfsangeboten
  • Gesprächs- und Themenrunden
  • Informationen über gemeindliches Leben


dazu

  • Kaffee, Tee und Kuchen
  • Alkoholfreie Getränke
  • Frühstück


Gastfreundschaft soll für uns im Mittelpunkt stehen, d.h. den Menschen freundlich und zugewandt begegnen. Wir möchten offen sein für das, was die Menschen bewegt, auf ihre Bedürfnisse eingehen und daraus auch neue Ideen entwickeln.

Wir wollen  informieren über das, was die beiden Kirchengemeinden vor Ort bieten, über Hilfsangebote, Freizeitaktivitäten,  Bildung, spezielle Angebote für Senioren, Familien und Jugendliche. Im gegenseitigen Austausch sollen Vernetzungen geschaffen werden.

Es sollen fair gehandelte Produkte aus der Einen Welt angeboten werden, zusätzlich gibt es Informationen über Projekte und wirtschaftliche Zusammenhänge in Eine-Welt-Ländern.
Der angebotene Kaffee und Tee wird ausschließlich aus fairem Handel stammen.

Auch der Verkauf von selbstgemachten Dingen für einen guten Zweck soll ermöglicht werden.

Wir planen eine Leseecke mit Zeitschriften und Bücherregal, Gesellschaftsspielen, Internet-Zugang etc..

Von Menschen aus unserem Stadtteil gestaltete Bilder und Fotos können in wechselnder Folge die Wände schmücken. Möglichkeiten für Musikvorträge oder Vorträge zu bestimmten Themen, Erzählnachmittage usw. werden gegeben sein.
Wir sprechen alle Menschen an und laden sie ein, sich mit ihren Fähigkeiten einzubringen, um das Leben im „Himmel un Ääd“ anziehend und bunt zu gestalten.

Es soll Frühstück und Kuchen geben, außerdem alkoholfreie Kaltgetränke.
“Himmel un Ääd“ soll geöffnet sein von dienstags bis samstags.

Dabei sind wir auf viele ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen.
Sollten wir unsere Arbeit auf breitere Schultern verteilen können, wollen wir auch über mögliche Erweiterungen nachdenken wie z.B. einzelne Angebote an Nachmittagen oder Abenden (Vorträge, Lesungen, Themenabende etc.).

Auch die Fortführung der Tradition des bisherigen Marktcafés an den Markttagen in Schildgen ist vorgesehen.

Für weitere Ideen und Anregungen sind wir offen und dankbar; sprechen Sie uns gerne an.