
»Was zum Leben taugt – Über die lustvolle Entfaltung des Guten«
Ein Vortrags- und Gesprächsabend mit Johannes Soth.
Die Überschrift dieses Abends ist auch der Titel des Buches, das im August 2025 erschienen ist und auf das sich der Vortrag bezieht.
Wer das ethisch Gute hochschätzt, sich der Verbundenheit mit seinen Mitmenschen bewusst wird und sich entscheidet, auf der Grundlage von Empathie und Altruismus zu denken, zu reden und zu handeln, schafft – im Gegensatz zu einem Menschen, der vor allem um sich selbst kreist – die besten Voraussetzungen für ein glückliches und erfülltes Leben.
Den Weg zu diesem Ziel und zur ›Entfaltung des Guten‹ haben im Abendland maßgeblich Platon und Aristoteles aufgezeigt. Daran anknüpfend sind in der christlichen Tradition die Kardinaltugenden ›Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß‹ mit den sogenannten theologischen Tugenden ›Liebe, Hoffnung, Glaube‹ zusammengestellt worden.
Thomas von Aquin hat diese ›organische‹ und kohärente Einheit der sieben Tugenden weiter entfaltet und vertieft.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht eine vergleichende Analyse, die auf der frappierenden Entdeckung basiert, dass der Tugendkanon des Thomas von Aquin unmittelbar mit den aus dem indischen Yoga bekannten Haupt-Chakren korrespondiert, den sieben Energie- und Bewusstseinszentren, die sich entlang der Wirbelsäule und im Bereich des Kopfes befinden.
Die vielfältigen Übereinstimmungen weisen auf eine anthropologische Konstante hin: Es scheint kulturübergreifende, universelle ethische Prinzipien zu geben, die tief in der menschlichen Natur verankert sind. Wir dürfen annehmen, dass in unseren seelisch-geistigen ›Räumen‹ eine ›Tugend-Architektur‹ angelegt ist, die sich bis in die Leiblichkeit hinein manifestiert.
Ort: Himmel un Ääd-Begegnungscafé
Eintritt frei – gerne Spenden (zur Orientierung: 10 Euro erachten wir für angemessen)
Online-Voranmeldungen haben Vorrang beim Einlass – zur Anmeldung weiter unten
Johannes Soth:
– Studium zum Künstlerischen Lehramt an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
– Theologie-Studium an den Universitäten Köln und Bonn
– Langjährige Tätigkeit als Lehrer am Gymnasium und als Yogalehrer
– Lehrbeauftragung für Zen durch Prof. Michael von Brück
– Mitglied der Meister Eckhart-Gesellschaft
– Vortragstätigkeit sowie Leitung von Arbeitskreisen und Seminaren zu den Bereichen Mystagogik, Leib- und Atemarbeit, Zen und Meister Eckhart
Veröffentlichungen (Auswahl):
– Göttingen 2014: ›Lernfeld: Persönlichkeit‹ über das selbst gegründete Schulfach ›Körperorientierte Entspannungs- und Konzentrations-Schulung‹ (K.E.K.S), Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
– Stuttgart 2021: Publikation des Aufsatzes ›Meister Eckharts Lebenskunst – Grundlage und Inspiration zu einem pädagogischen Projekt‹ im Meister-Eckhart-Jahrbuch 15 (Kohlhammer Verlag)
– Paris 2022: ›Philosophen der Kyôto-Schule in ihrer Beziehung zu Meister Eckhart: Konfrontation und Faszination‹, erschienen in: DHARMAYĀTRĀ, hrsg. Von Mahinda Deegalle, A Felicitation Volume in Honour of Venerable Tampalawela Dhammaratana
– Ostfildern 2024: ›Zum vollen Leben erwachen – Meditieren mit der Zen- Geschichte Der Ochs und sein Hirte‹ (Patmos Verlag)
– August 2025 erschienen: ›Was zum Leben taugt – Über die lustvolle Entfaltung des Guten‹ (Patmos Verlag)