Unser Quartalsprojekt vor ort: Fluthilfe Kloster Calvarienberg im Ahrtal

Sehr gerne unterstützen wir dieses Projekt, das für die Menschen im Ahrtal eine Möglichkeit bietet, die schwierige Zeit bis zum Wiederaufbau von Infrastruktur und Gebäuden zu überbrücken und sicher auch die Gemeinschaft dieser zum Teil schwer traumatisierten Menschen fördert.

Im Juli wurde das Ahrtal vom größten Hochwasser der letzten 200 Jahre getroffen. Besonders betroffen ist auch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler mit rund 25.000 Einwohnern. Dort wurden große Teile der Altstadt sowie die insbesondere an der Ahr befindlichen Wohngebiete verwüstet. Viele der Einwohner haben Ihr Hab und Gut verloren, haben kein Dach mehr über dem Kopf oder sind von der Ver- und Entsorgung abgeschnitten.
Wir alle kennen die Bilder und Berichte von den schrecklichen Verwüstungen.

Im Ort wurden die Gebäude von 4 Kindergärten, 4 Grundschulen sowie einem Gymnasium so weit zerstört, dass sie nicht mehr genutzt werden können. Auch eine Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 30 stationären Plätzen ist nicht mehr benutzbar. Die Kinder wurden nach Hause geschickt; was das in dieser Situation bedeutet kann man sich vorstellen.

Für Notunterkünfte und Unterbringung von Institutionen des täglichen Lebens sowie zur Verpflegung von Fluthelfern und betroffenen Flutopfern wurde die ehemalige Klosteranlage Calvarienberg zur Verfügung gestellt.

Kloster Calvarienberg in Ahrweiler wurde im Jahr 1838 vom Orden der Ursulinen übernommen. Bis 2017 betrieben die Ursulinenschwestern dort auch ein Gymnasium mit Internat. Seitdem steht der große Gebäudekomplex leer und wird zum 1.1.2022 ins Eigentum eines Investors – Fa. archicult – übergehen, der entsprechende Umnutzungen mit Eigentumswohnungen etc. plant.

Nach den verheerenden Zerstörungen durch das Hochwasser entschied der neue Eigentümer kurzfristig, die ehemalige Klosteranlage für die nächsten Jahre nicht selbst zu nutzen, sondern die Räumlichkeiten für dringend benötigte Zwecke der Hochwasserhilfe zur Verfügung zu stellen. Die Klosteranlage liegt weiter oben am Hang und ist vom Hochwasser nicht betroffen. Die Instandsetzung des Gebäudes nach 4 Jahren Leerstand war mit einigem Aufwand zu schaffen. Die Heizung musste aktiviert werden, Wasserleitungen und die notwendige Gebäudeinfrastruktur wurden renoviert.
In dem ehemaligen Kloster wurden 50 – 100 Kindergartenplätze eingerichtet,  außerdem können 4 bis 8 Schulklassen unterrichtet werden.
Nun kann durch die Organisation der Ursulinenschwestern für viele Kinder wieder regulärer Unterricht stattfinden, die Kleinen haben einen Kita-Platz, für sie kehrt wieder ein bisschen Normalität ein.

Außerdem wurde die ehemalige Großküche soweit wieder hergerichtet, dass sie funktionsfähig ist und von einem Gastronom aus dem Ahrtal betrieben werden kann, dessen eigener Betrieb den Fluten zum Opfer fiel.
Im Schlafsaal werden Helfer von auswärts untergebracht.

Weiterhin soll geklärt werden, ob die Betten einer Kinder- und Jugendpsychiatrie hierhin ausgelagert werden können.
Mittelfristig soll außerdem ein Ärztezentrum für vom Hochwasser betroffene Ärzte entstehen, denn auch viele Arztpraxen sind komplett zerstört. So kann die medizinische Versorgung der Bevölkerung vor Ort wieder gesichert werden.

Organisiert wird dieses Hilfsprojekt unter anderem durch die Ursulinenschwestern, die auch folgendes Spendenkonto bei der Kreissparkasse Ahrweiler eingerichtet haben:
Fluthilfe Kloster Calvarienberg

IBAN: DE78 5775 1310 1000 5634 43

BIC: MALADE54AHR
Selbstverständlich werden auch Spendenquittungen ausgestellt.

„Wir garantieren, dass jede Spende zu 100 % dem Projekt zu Gute kommt.“
Schwester Maria, Generaloberin der Ursulinenkongregation
Roland Breunig und sein Team von archicult

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