Pater Stephan anlässlich der symbolischen Spendenscheck-Übergabe: „Ja, es ist schön, dass wir mit Ihnen, Ihren Freundinnen und Freunden miteinander unterwegs sein dürfen für Menschen, die uns brauchen und denen wir helfen dürfen.
„Himmel un Ääd “ ist ein guter Platz, wo wir uns in dieser Welt, in Schildgen, im Blick auf leidende und betroffene Menschen begegnen. Herzlich unser Kennenlernen, das Miteinander-Sprechen, das Erzählen und Berichten, das Lesen und Hören, die Gastfreundschaft.
Den Menschen im Sudan, die wir in diesen Tagen aufsuchen, werden wir von Ihnen, von Euch berichten. Die imponierende Summe von 2.600 Euro hilft unserer Initiative Sudan, jungen Menschen in Schulen und Internaten zu helfen, auch Familien in Flüchtlingslagern, dass sie überleben und lernen können und eine Zukunft erhoffen dürfen.
Wenn wir, Bettina und ich, aus dem Südsudan zurückkehren, werden wir uns gewiß wieder in Schildgen treffen und von unseren Erlebnissen erzählen.
Wir danken Euch und Ihnen, den Spenderinnen und Spendern herzlich und wünschen Euch Gottes Segen für Euer Miteinander, Euer Tun und Planen.
Herzlichst, Bruder Stephan und Bettina Blum“
Projektbeschreibung:
Die jahrzehntelangen Bürgerkriege zwischen dem Nord- und dem Südsudan forderten 2 Millionen Tote und trieben 4 Millionen Zivilisten in die Flucht. Aber erst die extreme Hungersnot 1989 rückte diese Konflikte ins Bewußtsein der Weltöffentlichkeit. Die ohnehin spärliche Infrastruktur wurde durch die Kriege vollständig vernichtet. Vor allem die Zerstörung von Schulen, Kindergärten, Kirchen und Krankenhäuser wirkte sich fatal auf die Lebensverhältnisse der Menschen aus. Davon hat sich das Land bis heute nicht erholt.
Und nun tobt seit mehr als 2 Jahren ein erneuter Bürgerkrieg im Sudan. Zwei Generäle kämpfen um die Macht und stürzen ein ganzes Land ins Chaos. Die heftigen Gefechte und das grausame Vorgehen beider Kriegsparteien ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung hat zur weltweit größten Migrationskrise geführt – rund 14 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht (Bericht der Tagesschau vom 20.6.2025).
Besonders dramatisch mit katastrophalen Folgen ist die Situation in den Nubabergen im Südsudan:
– Nahrungsmangel, Unterernährung, dringender Bedarf an Grundnahrungsmitteln
– fehlender Zugang zu sauberem Wasser, Mangel an Brunnen, Kanistern und Eimern
– Krankheiten aufgrund Mangelernährung bei Kindern und Erwachsenen
– Mangel an Unterkünften, an Planen für provisorische Hütten (Schutz vor Regen und kalten Nächten)
– Mangel an sanitären Einrichtungen
– Mangel an Moskitonetzen zum Schutz vor Insektenstichen und Malaria
– Fehlende Haushaltsgegenstände, Kochgeschirr, Hygieneartikel
– Mangel an Gesundheitsdiensten für Mütter und Neugeborene
Im Agiri-Camp in den Nubabergen leistet die „Initiative Pater Stephan e.V.“ (IPS) unmittelbare lebenswichtige Hilfe. Bereits seit 1998 ist Pater Stephan mit seinen Partnern im Sudan und Südsudan tätig und kennt die Situation vor Ort. Regelmäßig einmal pro Jahr ist er dort. Seine Initiative betreut ca. 10 Schulen, bezahlt Lehrergehälter, kümmert sich um Flüchtlinge, Kinder und Familien. Er besucht Schulen, um deren Kommunikation untereinander zu beleben und lebt mit den Menschen.
Am 23. Juli (Mi), 19:30 berichtet Pater Stephan im H&Ä-Café über sein langes Engagement in den Nubabergen und im Sudan.
Infos und Anmeldung gerne hier
Mehr über die Arbeit der Pater Stephan Initiative
Pater Stephan Senge ist der letzte, über 90-jährige Zisterziensermönch aus der Abtei Himmerod in der Eifel (geb. 1934 in Hannover, seit 1958 Zisterziensermönch und Priester).
Tätigkeiten in verschiedenen seelsorgerischen Bereichen in und um Himmerod, auch tätig in ev. und kath. Gemeinden und Gemeinschaften in Norddeutschland, Berlin, Thüringen und NRW.
Vorträge über den Sudan und das Mönchtum vielerorts, dazu Lesungen aus bisher 55 Büchern, Mitglied und Preisträger der Europ. Autorenvereinigung DIE KOGGE. Seine Themen: biblische Personen aktualisieren, Glauben teilen, Hoffnung machen, ermutigen, Einsatz für das Miteinander aller Weltreligionen und Bekenntnissen, Prosa und Lyrik.




















































































