Der langsame Abschied – Demenz

Den eigenen Namen vergessen? Sich nicht erinnern was gestern war? – so geht es vielen demenziell veränderten Menschen.
Nicht mehr auftanken können? Keine Kraft mehr haben? – so geht es vielen pflegenden Angehörigen von demenziell veränderten Menschen.

Zwei sehr informative und bewegende Veranstaltungen im Begegnungs-Café Himmel un Ääd informierten im August und September einen kleinen Kreis von Interessierten über die liebevoll einfühlsame Arbeit und kreativen Betreuungsangebote des Projektes STUNDENWEISE der Caritas RheinBerg und deren engagierten EhrenamtlerInnen.
Der 1. Abend mit Informationen, Gesprächen, praktischen Beispielen und berührenden Erfahrungsberichten gab einen Einblick in die Welt und den Alltag der Demenzerkrankten, ihrer Angehörigen und unterstützenden Betreuer. Mit bewundernswerter Kreativität und Empathie kümmern sich die ehrenamtlichen HelferInnen von STUNDENWEISE liebevoll um die Demenzerkrankten und entlasten und begleiten deren Angehörige. Freude, Gemeinschaft erleben, Anregung und Entspannung bestimmen das Miteinander – vertraute Spiele und Beschäftigungen, Musik und Singen, Bewegung und Tanz, gemeinsames Kaffeetrinken oder Mittagessen, Spazierengehen und vieles mehr. Die Betreuung erfolgt in der gewohnten häuslichen Umgebung sowie in wohnortnahen ,Boje` Betreuungsgruppen.
Angehörige bekommen hierdurch die Sicherheit, unbeschwert eine Auszeit nehmen zu können, um Kraft zu schöpfen und werden kontinuierlich entlastet.
Die 2. Veranstaltung stand unter dem Motto „Märchen fühlbar erleben für Demenzerkrankte u. deren Angehörige“ im Zeichen von LUKAS. Hannelore Herd von der Boje-Gruppe Odenthal berichtete über das dortige Engagement und Angebote. Mitgebracht hatte sie die Handpuppe LUKAS.

Er ist ein kleiner Spitzbube, der zu den weiblichen Gästen sehr charmant sein kann. Nicht schüchtern, spricht er die Menschen an. Auch mit Märchen kennt er sich aus; erzählt wurde das Märchen von einem Riesen, der durch seine Handlungen Verdruss schafft. Wie in jedem Märchen liegen Gefühle wie Traurigkeit und Freude nah beieinander. Dementiell erkrankten Menschen werden die Märchen nicht nur hörbar, sondern auch durch verschiedene Materialien, die in die Hand genommen und somit erfühlt werden können, spürbar näher gebracht.

Das Caritas-Projekt STUNDENWEISE vermittelt Entlastungshilfen und ist Informationsstelle für Demenz. Ansprechpartnerin ist Andrea Knop, Tel.: 02202 – 977 90 10 oder Emailkontakt: stundenweise@caritas-rheinberg.de

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