Mit einem vielfältigen deutschsprachigen Musikprogramm war mal wieder Peter Bachmann, Sänger und Songwriter aus Bergisch Gladbach, bei uns zu Gast im Himel un Ääd-Begegnungscafé.
18 Lieder, viele unterschiedliche Stimmungen und eine bemerkenswerte musikalische Bandbreite. Der Abend zeigte einen Künstler, der sich nicht auf ein Genre festlegen lässt, und dabei stets seine eigene Handschrift bewahrt.
Den Auftakt bildete ein Stück von Clueso aus Erfurt, das sich mit dem schwierigen Thema Drogensucht auseinandersetzt. Es ist ein nachdenklicher Einstieg und macht zugleich deutlich, dass hier auch gesellschaftlich relevante Themen ihren Platz haben. Später folgen mit „Hück steht die Welt still“ von der kölschen Band Cat Ballou, „In unserm Veedel“ und „Stääne“ von den Klüngelköpp („Wenn am Himmel die Stääne danze“) vertraute kölsche Töne, Rheinisches Kulturgut, das für Heimatgefühl und Gemeinschaft steht. Bei diesen bekannten Liedern hat das Publikum laut mitgesungen. Dazwischen sorgten Stücke wie „An Tagen wie diesen“ und „Westerland“ für gute Stimmung.
Sehr interessant sind auch seine eigenen Kompositionen: „Larissas kleine Siege“ erzählt von Glücksmomenten, spontanen Utopien und der Freiheit, sich nicht verbiegen zu lassen. Ein weiteres eigenes Stück „Die Physik des Glücks“ stellt Dankbarkeit als Schlüssel zum Glück in den Mittelpunkt.
Auch gesellschaftliche Verantwortung zieht sich durch das Programm: ein selbst geschriebener Blues „Quo vadis Europäer“, setzt ein klares Signal für Menschenrechte. Mit den Höhnern, Rio Reiser und Erdmöbel werden weitere politische und gesellschaftskritische Akzente gesetzt. Besonders Rio Reisers „Wann, wenn nicht jetzt…“, bereits vor über 30 Jahren geschrieben, wirkt angesichts der heutigen Umweltprobleme erstaunlich aktuell.
Es war ein vielseitiger, authentischer Abend mit einem Musiker, der mit Musik etwas zu erzählen hat und einen engen Kontakt zum Publikum hält.
Der Abend endete mit viel Beifall und ohne Zugabe durfte Peter Bachmann natürlich nicht von der Bühne: er ging mit dem Stück „Niemals geht man so ganz“ von Trude Herr.
Fotos: Sandra Imler, H&Ä



















































































