Der Odenthaler Verein „HPFL e.V.“ – Hilfe für Palästinensische Flüchtlingskinder im Libanon“ widmet sich seit 1998 der Verbesserung der erbärmlichen Lebensbedingungen palästinensischer Flüchtlingskinder im Libanon. Hierzu unterstützt er finanziell und technisch ein Kinder- und Familiengesundheitszentrum im größten Flüchtlingslager „Ain El Hilweh“ in Sidon/Libanon.
Die Versorgung der Flüchtlinge mit Medikamenten ist angesichts des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah sowie der desolaten wirtschaftlichen Situation des Libanons sehr schwierig. Zwar sind Medikamente in den Apotheken des Landes erhältlich, aber die Preise sind hoch und für viele Palästinenser unerschwinglich, insbesondere weil durch den Krieg viele Familien ihr tägliches Einkommen verloren haben.
Erschwert wird die Situation dadurch, dass den Palästinensern im Libanon die Ausübung nur weniger Berufe erlaubt ist. So dürfen sie auch keine Apotheken führen, bei denen die Klinik preisgünstige Medikamente einkaufen könnte. Außerdem sind die im Lager verfügbaren Medikamente überwiegend zweifelhafte Nachahmer-Produkte unbekannter Herkunft. Die Klinikärztin versucht jedoch, den Kindern ausschließlich Medikamente zu verabreichen, die vom libanesischen Gesundheitsministerium zugelassen sind. Deshalb fährt sie selbst -oft unter großer Gefahr für ihr eigenes Leben- einzelne Apotheken an, um gute Medikamente für die Behandlung der Kinder zu bekommen.
Die Spenden aus dem H&Ä-Quartalsprojekt werden helfen, den Kindern eine angemessene medizinische Versorgung und eine größere Chance auf ein menschenwürdiges Leben zu geben!
Weitere Informationen www.hpfl.de
Spendenkonto: HPFL e.V. – IBAN: DE 0337 0626 0031 1623 7015
Fotos: HPFL e.V. / Dr. Lama Channa
Weitere Hintergrundinformationen
Die Situation palästinensischer Flüchtlingskinder und ihrer Familien
Mehr als 75 Jahre nach dem Beginn ihres Exodus während des arabisch israelischen Krieges leben über 400.000 palästinensische Flüchtlinge im Libanon. Aus politischen Gründen lehnt der Libanon – im Gegensatz zu anderen Staaten im Nahen Osten – die Integration der Flüchtlinge ab. Verhandlungen zur Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts klammern die Regelung des Rechts der Flüchtlinge auf Rückkehr aus. Man spricht daher auch von den „vergessenen Flüchtlingen“. Mehr als die Hälfte aller palästinensischen Flüchtlinge im Libanon (ca. 250.000) leben in Lagern unter „erbärmlichen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen“ (Amnesty International). Familien leben im Schnitt von US$ 3 pro Tag. Ein Hilfswerk der Vereinten Nationen bietet grundlegende Dienstleistungen an; diese sind jedoch nicht ausreichend und zumeist von mangelnder Qualität. Mehr als die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge im Libanon sind Kinder und Jugendliche. Sie haben wenig Aussicht auf Verbesserung ihrer Lebensumstände. Ihre medizinische Versorgung und Betreuung sind lückenhaft und dürftig. Der Libanon verbietet ihnen die Ausübung von mehr als 70 Berufsgruppen. Wenige Jobs bieten sich als Tagelöhner auf Baustellen und in der Landwirtschaft an. Die Arbeitslosenrate liegt bei mehr als 70 %.
Ain El -Hilweh
Ain El Hilweh ist das Zuhause für über 80.000 Flüchtlinge und damit das größte Flüchtlingslager im Libanon. Es ist ein Labyrinth von engen, überfüllten Gassen und wenigen, schlecht gepflasterten Straßen. Die Häuser sind klein, zu klein für die in der Regel großen Familien, über- und umeinander gebaut, aus schlechtem Baumaterial, oftmals ohne Elektrizität und Wasserversorgung.
Der Zugang zum Lager wird vom libanesischen Militär kontrolliert; jedoch betreten weder das libanesische Militär noch die Polizei das Lager. Der „Schutz“ der Flüchtlinge ist somit den verschiedenen palästinensischen politischen Gruppierungen und ihren Milizen überlassen, die um die Kontrolle über das Lager kämpfen.
Das HPFL Kinder- und Familiengesundheitszentrum
Das Zentrum besteht seit 1998. Seit seiner Gründung wird es von Dr. Lama Chanaa geleitet, einer palästinensischen Ärztin, die regelmäßig im fachlichen Austausch steht mit Dr. Christoph Kurowski, Kinderarzt, Spezialist für Gesundheitspolitik bei der Weltbank und Vorsitzender des HPFL e.V.
Neben den Kindern werden auch die Mütter versorgt. Bisher haben weit mehr als 30.000 Flüchtlinge die Hilfe des Zentrums in Anspruch genommen. Jährlich leistet es derzeit zwischen 10.000 und 15.000 Patientenbehandlungen. Das kleine Team besteht aktuell aus einer Ärztin, einem Arzt, einer Krankenschwester, Sekretariatsmitarbeitern und Hausmeister.
Die Finanzierung des Zentrums wird im Wesentlichen vom HPFL e.V. geleistet. Zusätzliche Einnahmen bestehen aus einer kleinen Patientengebühr, die jedoch nicht von den Ärmsten unter den Flüchtlingen und nicht von chronisch Kranken verlangt wird. Für den Bau eines eigenen adäquaten Gebäudes in den Jahren 2012/2013 erhielt das Zentrum auch Großspenden von den Hilfsorganisationen Misereor, dem Kindermissionswerk/Die Sternsinger sowie dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande.
HPFL-Verein und Projektfinanzierung
Derzeit hat der Verein ca. 150 Mitglieder und regelmäßige Spender. Für die Unterhaltung der Klinik leistet der Verein zurzeit jährlich ca. $ 50.000. Die notwendigen Mittel kommen zum einen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden (die festen Basis-Einnahmen betragen ca. 8.000 €, das ist rund ein Fünftel des erforderlichen Aufwandes. für das Zentrum), Der darüber hinausgehende Betrag ist durch zusätzliche Spenden der Mitglieder und weiterer Förderer einzuwerben.
Der empfohlene Jahresmitgliedsbeitrag beträgt € 50,-; Schüler, Studierende und Auszubildende spenden die Hälfte.
Jede neue Mitgliedschaft und »regelmäßige Spende« stützt das Fundament des Projektes. Alle Spenden fließen in voller Höhe dem Projekt zu!
Kontakt: HPFL e.V.
c/o Suchanek ‒ Eichendorffweg 10 ‒ 51519 Odenthal
Tel: 0221 / 42 48 49 2 – 0 ‒ Fax: 0221 / 42 48 49 2 – 2
E-Mail: info@hpfl.de
Homepage: www.hpfl.de
Bankverbindung: VR Bank Berg. Gl.-Lev.
IBAN: DE 0337 0626 0031 1623 7015


















































































